HOME OFFICE - ARBEITEN VON ZUHAUSE


Teil 2 - Produktivität

Kennt ihr das ? Ihr seid irgendwo zu Besuch und es fällt: "fühl dich wie zuhause". Jeder von uns hat schon einmal in einer fremden Küche gestanden und sich verloren gefühlt und so geht es vielen von euch im Home Office. Gut, nun seid ihr zuhause nicht fremd, aber eure Arbeit ist es, wenn ihr normalerweise mit verlassen des Büros eure Arbeit hinter euch lasst. Zuhause fällt es deutlich schwerer sich von der Arbeit zu lösen, wenn da neben einem noch der unfertige Antrag liegt oder das Telefon doch noch mal klingelt. Schadet ja nicht, denkt ihr jetzt, ihr seid ja schon zuhause, ihr müsst nicht mehr zurück fahren, ihr kommt auch auf dem Rückweg nicht in den Stau wenn ihr noch 20 min länger arbeitet (es sei denn, im Bad ist mal wieder Hochbetrieb). 

 

Im ersten Teil unserer Home Office - Serie haben wir schon darüber geschrieben, wie wichtig der richtige Arbeitsplatz ist, um möglichst ablenkungsfrei und ungestört zu arbeiten. In diesem Teil stellen wir euch Tipps vor, wie ihr auch tatsächlich arbeitet obwohl der Fernseher nebenan steht und der Partner sich grade anzieht um bei stahlendem Sonnenschein mit den Kindern raus zu gehen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, euch einmal eure Arbeitszeit einzuteilen, aber auch die Arbeit selbst einzuteilen und zu priorisieren. 

 

Unsere Tipps zur Messung, beziehungsweise selbstständigen Überwachung der Arbeitszeit : 

- Teelicht 

Eine Möglichkeit könnte sein, sich ein Teelicht anzuzünden. Teelichter brennen in der Regel ca. 4 Stunden und werden für jede Pause ausgepustet. Hier kann man differenzieren ob das Teelicht nur während intensiver Arbeit brennen darf und geschäftliche Telefonate als "Pause zählen". Das Teelicht wird ausgetauscht wenn es abgebrannt ist. Ihr werden sehen, am Ende des Tages habt ihr ordentlich was geschafft. 

Zu beachten ist jedoch, dass oft mehr als ein Teelicht benötigt wird pro Arbeitstag, was viel Müll produziert. Geht also achtsam damit um. 

- Timer / Wecker 

Eine umweltfreundlichere Methode sind Apps, die die Intervallzeiten von arbeiten zu Pausen vorgeben beziehungsweise einstellen lassen. Ihr könnt euch aber auch ganz einfach für eure Pausen einen Wecker stellen. 

- Handy nicht anfassen 

Wer sein privates Handy nicht zwingend zum Arbeiten nutzen muss, der kann sich zusätzlich auch noch eine App installieren, welche misst, wie lange man am Handy ist. Manche Apps tun sogar noch Gutes dabei, indem sie zum Beispiel alle 20 Minuten Inaktivität einen Baum pflanzen. Sobald ihr euer Handy entsperrt hört die App auf zu zählen. Rechnet vorher durch wie viele Bäume ihr ca. pflanzen könnt und schaut am Ende des Arbeitstages, wie viel ihr tatsächlich geschafft habt. Wem das alles zu technisch ist, der legt sein Handy einfach in einen anderen Raum oder gibt es so lange in Verwahrung bei einem Mitbewohner. 

 

Unsere Tipps, die die Produktivität steigern, beziehungsweise die Ablenkung verringern : 

- Listen / To-Do

Haltet euch verantwortlich für eure Aufgaben, indem ihr sie kategorisiert, priorisiert und sie mit einem Datum/einer Uhrzeit für die finale Erledigung markiert. Strukturiert euch so euren Tag und habt eine Übersicht, was erledigt werden muss. 

- Sperrzone 

Auch wenn dieser Punkt im vorherigen Beitrag schon erwähnt wurde, lasst euch nicht stören. Kinder und Partner, sowie sonstige Mitbewohner (außer tierische, die halten die Füße so schön warm), haben im "Büro" nichts zu suchen. Sie sollten sich im besten Fall in anderen Räumen aufhalten oder ebenfalls für die Arbeitszeit beschäftigt sein. 

Tierische Freunde sind in Ordnung, so lange sie euch nicht immer wieder für ein Leckerli anstupsen oder ihr noch das 17. Foto an diesem Tag schießen müsst, weil Mupsi sich mal wieder so süß am Tischbein reibt und Pumba in der Box der grade gelieferten Tintenpatronen liegt. Wir haben es kapiert, Katzen (und andere Tiere) sind süß, aber sie können euch mehr ablenken als ihr denkt. 

- Arbeitsalltag beibehalten 

Versucht euren Arbeitsalltag, oder besser die Abläufe daraus, beizubehalten. Natürlich fallen viele Teile weg, wie der Arbeitsweg, dennoch solltet ihr an gewissen Routinen festhalten. Das Essen zu bestimmten Zeiten, der obligatorische Kaffee bevor man sich an den Schreibtisch setzt. Macht nicht zu viel anders, nur weil ihr jetzt zuhause seid. Wenn ihr morgens erst mal eine To-Do Liste schreibt, dann macht das auch im Home Office. Wenn ihr zu viel anders macht, kann es schwer werden sich in einen fließenden Arbeitsalltag zu finden. 

- Kleidung 

Auch wenn es verlockend klingt, den ganzen Tag im Schlafanzug rumzuhängen, wir raten euch davon ab. Keiner erwartet von euch, dass ihr im Home Office in Hemd und Krawatte sitzt, dennoch solltet ihr euch morgens ein paar Minuten gönnen, euch auf "Büro" einzustellen, indem ihr euch umzieht, es bringt euch gedanklich einfach in die richtige Richtung. Euer Chef wird nicht wissen, dass ihr während der Skype-Konferenz eine Jogginghose und Adiletten zum Hemd tragt, oder es selbst so handhaben. 

- Los geht's 

Unser wichtigster Tipp für den Start in den Arbeitstag ist es, auf die Uhr zu schauen und wenn der Tag für euch startet laut oder zumindest innerlich "Los geht's" zu sagen. Das hat den Charakter von einer Macher-Mentalität und hilft euch zu konzentrieren, grade wenn ihr keine festen Arbeitszeiten habt oder euch zum Nachhalten der Arbeitszeiten einloggen müsst. 

 

Manche von euch haben wahrscheinlich wenig Probleme sich an den Arbeitsalltag im Home Office anzupassen, während andere auf die Routine angewiesen sind, zu einer bestimmten Uhrzeit aufzustehen und sich auf den Tag vorzubereiten, weil beispielsweise der Bus erreicht werden muss und sie ohne diese Abläufe Schwierigkeiten haben, ihren Tag zu strukturieren. 

Wir hoffen aber, dass euch unsere Tipps helfen und ihr möglichst produktiv arbeiten könnt. 

Viel Erfolg und bleibt gesund.